Im Beisein von Bundesaußenminister Heiko Maas in Beirut sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG: „Wir wollen mit unserer schnellen und zielgerichteten Unterstützung dazu beitragen, die Not der Menschen schnell und unbürokratisch zu lindern. Medizin und Energie spielen dabei eine entscheidende Rolle und beides kann Siemens zur Verfügung stellen. Es ist für uns als globales Unternehmen selbstverständlich, die Menschen und das Land in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.“
Siemens Healthineers spendet Ultraschall-Systeme (Acuson NX2 und Juniper) sowie ein mobiles Röntgengerät (Mobilett Mira), die auf den Weg nach Beirut gebracht werden und dort in örtlichen Krankenhäusern eingesetzt werden sollen.
„In dieser besonders schwierigen Situation fühlen wir mit den Menschen in Beirut“, sagte Bernd Montag, CEO Siemens Healthineers. „Der Sinn unseres Unternehmens liegt darin, durch unsere Innovationen beizutragen, dass Menschen länger und gesünder leben. Daher helfen wir schnell, die schlimmste Not in den Krankenhäusern vor Ort zu lindern.“
Siemens Energy bietet darüber hinaus an, mit zwei mobilen Gasturbine SGT-A45 zur Notstromversorgung und damit der Bewältigung der verheerenden Auswirkungen in der Hauptstadt beizutragen. Die Anlagen können schnell nach Beirut transportiert und dort in Betrieb genommen werden. Gespräche zur Logistik laufen bereits. In der Zeit nach Katastrophen ist der Zugang zur Stromversorgung besonders wichtig. Angesichts der Schäden an der lokalen Infrastruktur benötigen lebenswichtige Dienste wie Krankenhäuser dringend zuverlässige Elektrizität, und diese Schnelllösung kann der Stadt und ihrer Bevölkerung eine relevante Unterstützung bieten. Mit der Leistung von insgesamt ca. 80 MW könnten etwa 150.000 Menschen (zehn Prozent der Bevölkerung Beiruts) mit Strom versorgt werden. Die Lieferung und Inbetriebnahme durch Siemens ist in den kommenden sechs bis zwölf Wochen geplant. Die beiden Einheiten sollen für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Nutzungswert beträgt jährlich ca. 40 Millionen US-Dollar.
„Das Unglück, das sich Anfang August in Beirut ereignet hat, hat uns alle getroffen. Wir hatten Glück, dass unsere Kollegen in Beirut unverletzt geblieben sind und dass nur unsere Büros beschädigt wurden, aber viele Unternehmen und Familien hatten nicht so viel Glück. Wir haben die Möglichkeit, den Menschen in Beirut schnell und unkompliziert zu helfen und sehen uns in dieser Situation in der Verantwortung zu helfen, wo immer wir können. Wir sind bereit, den Menschen im Libanon zuverlässige und erschwingliche Elektrizität zu sichern und ihnen beim Wiederaufbau ihres Landes zu helfen“, sagte Christian Bruch, CEO von Siemens Energy.