Obwohl Mehrum ein einzelner Standort ist, reichen seine Auswirkungen weit über Deutschland hinaus. Siemens Energy hat bereits Anfragen aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien erhalten. TenneT Deutschland schätzt, dass allein in Deutschland etwa 30 ähnliche Anlagen benötigt werden, mit zusätzlichen Anlagen bereits im Auftrag.
"Mehrum ist wirklich ein Benchmark-Projekt, das zeigt, dass die globale Energiewende machbar ist – und das Richtige ist", sagt Jürgensen. "Unser erstes E-STATCOM war ein sehr hochpriorisiertes Projekt, und darauf zu schauen, was die Teams erreicht haben, ist wirklich ein Grund zur Stolz."
Martin teilt dieses Gefühl der Leistung: "Als Director of Asset Management macht es mich stolz zu sehen, was wir mit Siemens Energy entwickelt haben. Es ist eine weltweite Premiere, aber auch unerlässlich für das zukünftige Energiesystem."
Mit Abschluss der Bauarbeiten befindet sich das Projekt nun in der Endphase. Die Anlage wird monatelang getestet werden, bevor sie in den kommerziellen Betrieb geht, was allmählich beweist, dass künstliche Trägheit die mechanische Stabilität ersetzen kann, die fossile Energieträger einst boten.
Von der Straße aus, mit seiner festungsähnlichen Sicherheit und dem unscheinbaren Erscheinungsbild, erscheint Mehrum kaum wie ein Symbol der Energiewende. Doch unter seiner industriellen Fassade schreiben TenneT Deutschland und Siemens Energy das Regelwerk für die Netzstabilität neu – und beweisen, dass sich unsere Netze so dynamisch entwickeln können wie die Wind- und Solarparks, die sie versorgen, und schaffen eine dringend benötigte neue Vorlage für Netze, die bereit für erneuerbare Energien sind.