Die Umspannstation für den Netzanschluss ist ein wichtiger Hebel, um die Kosten des aus Offshore-Windkraft erzeugten Stroms, wie von Siemens avisiert, bis 2020 auf weniger als 10 Eurocent pro Kilowattstunde zu drücken: Bau, Transport, Montage, Betrieb und Wartung der Plattform machen einen großen Teil der gesamten Netzanschlusskosten aus. Diese Kosten werden mit der neuen Lösung von Siemens, die um ein Drittel kleiner und leichter ist als eine konventionelle Umspannplattform, um bis zu 40 Prozent gesenkt. Diese innovative Lösung ist klein und leicht genug, um zusammen mit einer WEA auf demselben Fundament montiert zu werden. Deshalb ist für Transport und Installation kein spezielles Schwerlast-Kranschiff mehr erforderlich, was weitere Kosteneinsparungen bringt. Außerdem wird somit die Montagezeit um 20 Prozent verkürzt, nicht zuletzt wegen der besseren Verfügbarkeit gewöhnlicher Installationsschiffe (Service Operation Vessels - SOV).
Die Beschränkung auf die wichtigsten elektrischen Bauteile und der Wegfall einer Anzahl optionaler Hilfssysteme machte diese Reduzierung von Gewicht und Platzbedarf möglich, was auch einen geringeren Wartungsaufwand mit sich bringt –es sind keine Lüfter und Dieselgeneratoren mehr notwendig. Darüber hinaus macht der Einsatz von Ester-Isolierflüssigkeiten anstelle von Mineralöl diese Lösung extrem umweltfreundlich. Ester-Isolierflüssigkeiten sind schwer entflammbar und biologisch abbaubar, was für den Einsatz auf hoher See sehr wichtig ist.
Darüber hinaus bietet Siemens dem Kunden ein hohes Maß an Flexibilität und Auswahl, denn auch die konventionelle Plattformlösung wurde optimiert. Dabei hat Siemens gewonnene Erkenntnisse aus über zehn Projekten in Wechselstromtechnik einfließen lassen.