Ergebnisveröffentlichung Q2 GJ 2023: Starker Auftragseingang und stark gestiegene Umsätze, positives Ergebnis vor Sondereffekten zurückgehalten durch Siemens Gamesa

15. Mai 2023
München

  • Das Marktumfeld von Siemens Energy blieb weiterhin positiv. Infolgedessen verzeichnete das Unternehmen ein anhaltend starkes Wachstum bei Auftragseingang und Umsatzerlösen. Das Ergebnis wurde weiterhin durch Herausforderungen in der Lieferkette, beim Hochlauf der Offshore-Aktivitäten sowie die Effekte aus verlustbehafteten Projekten bei Siemens Gamesa beeinträchtigt.
  • Der Auftragseingang belief sich auf 12,3 Mrd. € und wuchs damit um 56,3% auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte). Das Book-to-Bill-Verhältnis (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen) lag bei 1,53. Der Auftragsbestand erreichte mit 102,0 Mrd. € einen neuen Rekordwert und übertraf damit erstmals die Marke von 100 Mrd. €.
  • Die Umsatzerlöse stiegen auf vergleichbarer Basis um 23,8 % auf 8,0 Mrd. € mit Zuwächsen in allen Segmenten.
  • Das Ergebnis vor Sondereffekten von Siemens Energy lag bei plus 41 Mio. € (Q2 GJ 2022: minus 49 Mio. €). Ein Verlust bei Siemens Gamesa wurde durch eine starke Leistung in allen anderen Segmenten, angeführt von Gas Services (GS), mehr als ausgeglichen. Die positiven Sondereffekte in Höhe von 23 Mio. € (Q2 GJ 2022: minus 54 Mio. €) ergaben sich aufgrund einer positiven Wirkung in Höhe von 78 Mio. € im Zusammenhang mit dem „Accelerating Impact“-Programm, die in den Restrukturierungskosten berichtet wurde. Die meisten Maßnahmen des Programms wurden durchgeführt bzw. vertraglich umgesetzt. Aufgrund verbesserter Marktbedingungen und des Volumenwachstums hat sich die Einschätzung zum Fortgang des Programms geändert. Durch den positiven Effekt wurden gestiegene übrige Restrukturierungs- und Integrationskosten mehr als ausgeglichen. Daher lag das Ergebnis von Siemens Energy mit 64 Mio. € im positiven Bereich (Q2 GJ 2022: minus 103 Mio. €).
  • Siemens Energy wies einen Verlust nach Steuern von 189 Mio. € aus (Q2 GJ 2022: Verlust nach Steuern 256 Mio. €). Das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug minus 0,25 € (Q2 GJ 2022: minus 0,22 €).
  • Der Free Cashflow vor Steuern war in Höhe von 294 Mio. € erwartungsgemäß negativ (Q2 GJ 2022: minus 351 Mio. €). Ein höherer Mittelabfluss bei Siemens Gamesa wurde teilweise durch einen starken Cashflow in den anderen Segmenten, vor allem bei Grid Technologies (GT), ausgeglichen.
  • Angesichts der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und dem stärker als erwartet gestiegenen Geschäftsvolumen hat Siemens Energy seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 angepasst. Der Vorstand erwartet für den Siemens Energy Konzern nun ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse zwischen 10% und 12% (bisher zwischen 3% und 7%). Die Ergebnis-Marge vor Sondereffekten von Siemens Energy wird aufgrund der schwachen Performance von Siemens Gamesa im ersten Halbjahr nun am unteren Ende der Prognosespanne von 1% bis 3% erwartet. Dementsprechend wird davon ausgegangen, dass der Verlust nach Steuern des Siemens Energy Konzerns das Niveau des Vorjahres um bis zu einen niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag übersteigen wird.

 

Christian Bruch, CEO der Siemens Energy AG:

„Der starke Auftragseingang bestätigt unsere sehr gute Positionierung im Markt für Energiewende-Technologien. Das gilt insbesondere in Bereichen wie der Stromerzeugung und der Netztechnik. Unser aktualisierter Ausblick ist Ausdruck dieser starken Nachfrage, spiegelt aber auch das nach wie vor schwierige Marktumfeld für die Windindustrie wider. Der Erfolg des Windgeschäfts bleibt die Grundvoraussetzung dafür, dass wir ein profitabler Marktführer im Bereich der Energiewende werden“ 

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Ergebnisveröffentlichung Q2 GJ 2023: Starker Auftragseingang und stark gestiegene Umsätze, positives Ergebnis vor Sondereffekten zurückgehalten durch Siemens Gamesa
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Ausblick

Angesichts der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und dem stärker als erwartet gestiegenen Geschäftsvolumen haben wir den Ausblick für Siemens Energy für das Geschäftsjahr 2023 angepasst. Die neue Prognose unterstellt ein höheres erwartetes Umsatzerlöswachstum für alle Segmente. Die Annahmen für die Segmente GS, GT und TI hinsichtlich der Ergebnisentwicklung bleiben unverändert. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres lag GT gut in seiner erwarteten Bandbreite, wir gehen davon aus, dass sich dies fortsetzen wird. GS und TI haben ihre Bandbreiten im ersten Halbjahr übertroffen, dies lag zum Teil an nicht wiederkehrenden positiven Effekten. Für Siemens Gamesa bleibt die Situation volatil und wir erwarten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine Verbesserung, die die schwache erste Hälfte aber nicht kompensieren wird. Das Hauptaugenmerk von Siemens Gamesa liegt unverändert auf der Bewältigung der operativen Probleme und dem Turnaround, vor allem durch die konsequente Umsetzung des „Mistral“-Programmes. Die Leistung von Siemens Gamesa im gesamten Geschäftsjahr 2023 wird auch vom planmäßigen Hochlauf der Offshore-Aktivitäten abhängen.

Daher erwarten wir nun für Siemens Energy ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) in einer Bandbreite zwischen 10% und 12% (bisher zwischen 3% und 7%). Die Ergebnis-Marge vor Sondereffekten von Siemens Energy wird aufgrund der schwachen Performance von Siemens Gamesa im ersten Halbjahr nun am unteren Ende der Prognosespanne von 1% bis 3% erwartet. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass der Verlust nach Steuern des Siemens Energy Konzerns das Niveau des Vorjahres von 712 Mio. € um bis zu einen niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag übersteigen wird (bisher auf dem berichteten Niveau des Vorjahres). Wir bestätigen die im Vorquartal gegebene Prognose eines positiven Free Cash Flow vor Steuern bis zu einem niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag im Geschäftsjahr 2023.

Der Ausblick für Siemens Energy unterstellt keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen durch COVID-19 oder andere pandemiebedingte Ereignisse und keine weitere Verschlechterung in den Lieferketten sowie im Kostenumfeld der Rohmaterialien. Belastungen im Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten sind zudem ausgenommen. Die Prognose basiert auf den folgenden allgemeinen Annahmen je Segment:

  • GS plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 10% bis 12% (bisher zwischen 0% und 4%) zu erreichen. Die angestrebte Ergebnis-Marge vor Sondereffekten bleibt bei 9% bis 11% (unverändert).
  • GT plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 12% bis 14% (bisher zwischen 5% und 9%) zu erreichen. Die angestrebte Ergebnis-Marge vor Sondereffekten bleibt bei 6% und 8% (unverändert).
  • TI plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 8% bis 10% (bisher zwischen 5% und 9%) zu erreichen. Die angestrebte Ergebnis-Marge vor Sondereffekten bleibt bei 3% und 5% (unverändert).
  • Siemens Gamesa plant im Geschäftsjahr 2023 ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 6% bis 10% und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten in Richtung von minus 11% zu erreichen.

Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens Energy betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, Prospekten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements von Siemens Energy, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens Energy liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Kapitel Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken des Geschäftsberichts und im Halbjahresfinanzbericht, der zusammen mit dem Geschäftsbericht gelesen werden sollte - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren, Ereignisse von höherer Gewalt, wie Pandemien, eintreten oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen, einschließlich künftiger Ereignisse, nicht oder später eintreten beziehungsweise Annahmen sich nicht erfüllt haben, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens Energy (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens Energy übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens Energy sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

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Siemens Energy gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Energietechnologie. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern an den Energiesystemen der Zukunft und unterstützt so den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt. Mit seinem Portfolio an Produkten, Lösungen und Services deckt Siemens Energy nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette ab – von der Energieerzeugung über die Energieübertragung bis hin zur Speicherung. Zum Portfolio zählen konventionelle und erneuerbare Energietechnik, zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen, mit Wasserstoff betriebene Hybridkraftwerke, Generatoren und Transformatoren. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) gehört Siemens Energy zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Technologien von Siemens Energy. Siemens Energy beschäftigt weltweit rund 93.000 Mitarbeiter*innen in mehr als 90 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 29 Milliarden Euro.

www.siemens-energy.com.