Ergebnisveröffentlichung Q3 GJ 2023: Schwerwiegende Hochlaufprobleme im Windgeschäft überschatten Spitzenperformance im konventionellen Energiegeschäft

7. August 2023
München

  • Die Ergebnisse von Siemens Energy im dritten Quartal wurden durch Belastungen bei Siemens Gamesa beeinträchtigt. Diese ergaben sich haupt-sächlich aus Qualitätsthemen bei bestimmten Onshore-Plattformen sowie erhöhten Produktkosten und den Herausforderungen beim Hochlauf im Offshore-Geschäft.
  • Siemens Energy profitiert weiterhin von einem günstigen Marktumfeld. Der Auftragseingang in Höhe von 14,9 Mrd. € spiegelt ein Wachstum auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) von 54,2 % wider, das vor allem auf Großaufträge bei Siemens Gamesa und Grid Technologies (GT) zurückzuführen war. Das Book-to-Bill-Verhältnis (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen) lag bei 1,98. Damit erreichte der Auftragsbestand einen neuen Rekordwert von 109,0 Mrd. €.
  • Die Umsatzerlöse stiegen auf vergleichbarer Basis um 8,0 % auf 7,5 Mrd. €.
  • Das Ergebnis vor Sondereffekten von Siemens Energy lag bei minus 2.048 Mio. € (Q3 GJ 2022: minus 222 Mio. €), vor allem aufgrund der erwähnten Belastungen bei Siemens Gamesa in Höhe von insgesamt 2,2 Mrd. €. Das Ergebnis vor Sondereffekten von Gas Services (GS), GT und Transformation of Industry (TI) erhöhte sich im Vorjahresvergleich infolge einer überzeugenden operativen Leistung sehr stark.
  • Die Sondereffekte gingen auf minus 41 Mio. € (Q3 GJ 2022: minus 259 Mio. €) zurück, da im Vorjahresquartal erhebliche russlandbezogene Belastungen zu verzeichnen waren. Das Ergebnis von Siemens Energy lag mit 2.089 Mio. € im negativen Bereich (Q3 GJ 2022: minus 481 Mio. €).
  • Siemens Energy wies einen Verlust nach Steuern von 2.931 Mio. € aus (Q3 GJ 2022: Verlust nach Steuern 564 Mio. €). Darin wirkten negative Steuereffekte aus der Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Belastungen bei Siemens Gamesa. Das ent-sprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug minus 3,42 € (Q3 GJ 2022: minus 0,58 €).
  • Der Free Cashflow vor Steuern verbesserte sich auf plus 27 Mio. €, nach minus 25 Mio. € im Vorjahresquartal.
  • Vor dem Hintergrund der Entwicklungen bei Siemens Gamesa hat der Vorstand den Ausblick für Siemens Energy angepasst. Aufgrund der er-wähnten Herausforderungen bei Siemens Gamesa wird für den Siemens Energy Konzern nun ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 9 % bis 11 %, eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen minus 10 % und minus 8 % und ein Verlust nach Steuern von rund 4,5 Mrd. € erwartet. Der Free Cash Flow vor Steuern wird nun im negativen Bereich bis zu einem niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag erwartet. Der Vorstand bestätigt seine Umsatzerlös- und Ergebnis-Margenannahmen für die Segmente GS, GT und TI.

Unsere Ergebnisse des dritten Quartals zeigen die Herausforderungen beim Turnaround von Siemens Gamesa. Die starke Leistung der übrigen Geschäftsbereiche gibt mir das Vertrauen in die Fähigkeit unseres Unternehmens, Geschäfte wieder wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen.

Christian Bruch

CEO der Siemens Energy AG

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Ergebnisveröffentlichung Q3 GJ 2023: Schwerwiegende Hochlaufprobleme im Windgeschäft überschatten Spitzenperformance im konventionellen Energiegeschäft
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Ausblick

Die allgemeinen Annahmen für die Segmente GS, GT und TI für das Geschäftsjahr 2023 bleiben unverändert wie folgt:

  • GS plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) von 10 % bis 12 % und eine Er-gebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 9 % und 11 % zu erreichen.
  • GT plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 12 % bis 14 % und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 6 % und 8 % zu erreichen.
  • TI plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 8 % bis 10 % und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 3 % und 5 % zu erreichen.

Siemens Gamesa passte seine Umsatzerlös- und Ergebnisannahmen für das Geschäftsjahr 2023 an und geht nun von einem vergleichbaren Wachs-tum der Umsatzerlöse von minus 3 % bis 0 % (bisher plus 6 % bis plus 10 %) und einem negativen Ergebnis vor Sondereffekten von rund 4,3 Mrd. € aus. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Belastungen spiegeln die Annahmen für Siemens Gamesa niedrigere Ergebnisbeiträge aus der Abwicklung des gegenwärtigen Auftragsbestandes vor allem aufgrund erhöhter Produktkosten und fortgesetzte Herausforderungen beim Hochlauf der Offshore-Aktivitäten wider.

Aufgrund dessen musste die Prognose für Siemens Energy für das Geschäftsjahr 2023 angepasst werden. Wir erwarten nun für Siemens Energy ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse in einer Bandbreite zwischen 9 % und 11 % (bisher zwischen 10 % und 12 %) und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen minus 10 % und minus 8 % (bisher am unteren Ende der Prognosespanne von plus 1% bis plus 3%). Wir erwarten nun einen Verlust nach Steuern des Siemens Energy Konzerns von rund 4,5 Mrd. € (bisher das Niveau des Vorjahres von 712 Mio. € um bis zu einen niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag übersteigend). Den Free Cash Flow vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 erwarten wir nun im negativen Bereich bis zu einem niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag (bisher positiv bis zu einem niedrigen dreistelligen Millionen-€-Betrag).

Der Ausblick für Siemens Energy unterstellt keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen durch COVID-19 oder andere pandemiebedingte Ereig-nisse und keine weitere Verschlechterung in den Lieferketten sowie im Kostenumfeld der Rohmaterialien. Belastungen im Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten sind zudem ausgenommen.

Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Sie-mens Energy betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind er-kennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, Prospekten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annah-men des Managements von Siemens Energy, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens Energy liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Kapitel Bericht über die vo-raussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken des Geschäftsberichts und im Halbjahresfinanzbericht, der zusammen mit dem Geschäftsbericht gelesen werden sollte - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren, Ereignisse von höherer Gewalt, wie Pandemien, eintreten oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen, einschließlich künftiger Ereignisse, nicht oder später eintreten beziehungsweise Annahmen sich nicht erfüllt haben, kön-nen die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens Energy (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergeb-nissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens Energy übernimmt keine Ver-pflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens Energy sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leis-tungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Pro-zentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Siemens Energy gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Energietechnologie. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern an den Energiesystemen der Zukunft und unterstützt so den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt. Mit seinem Portfolio an Produkten, Lösungen und Services deckt Siemens Energy nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette ab – von der Energieerzeugung über die Energieübertragung bis hin zur Speicherung. Zum Portfolio zählen konventionelle und erneuerbare Energietechnik, zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen, mit Wasserstoff betriebene Hybridkraftwerke, Generatoren und Transformatoren. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) gehört Siemens Energy zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Technologien von Siemens Energy. Siemens Energy beschäftigt weltweit rund 93.000 Mitarbeiter*innen in mehr als 90 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 29 Milliarden Euro. www.siemens-energy.com.