Vorstand präsentiert strategische Weiterentwicklung – Siemens Energy sorgt für mehr Transparenz am Kapitalmarkt

24. Mai 2022
Berlin

  • Positive Bilanz: Profitabilität von Gas and Power nach anderthalb Jahren Eigenständigkeit um 35 Prozent gesteigert; Maßnahmen zur Kosteneffizienz sparen über 350 Millionen Euro
  • Mehr Transparenz: Neue Unternehmensstruktur schafft klare Verantwortlichkeiten, sorgt für mehr Effizienz, mehr Kundennähe der Geschäfte und für mehr Transparenz am Kapitalmarkt
  • Gemeinsamer Marktansatz: Integration von Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) ist konsequente Weiterentwicklung zum führenden Energietechnologie-Unternehmen und bietet Kunden gesamthaften Ansatz bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit
  • Attraktive Zukunftsperspektive: Globaler Energiemarkt verspricht gute Wachstumsraten

 

Auf seinem Kapitalmarkttag in Berlin stellt Siemens Energy Analysten und Investoren die strategischen Eckpfeiler für die kommenden Jahre vor. Ziel des Vorstands ist es, ein integriertes Energietechnologie-Unternehmen mit klarem ESG-Fokus zu bauen, das die Kunden bei ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt und den Investoren verlässliche Renditen liefert. Dabei setzt Siemens Energy wie bisher auf drei Säulen: die emissionsarme oder emissionsfreie Stromerzeugung, den Transport und die Speicherung von Energie sowie die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und des Energieverbrauchs in industriellen Prozessen. Neu ist die Struktur von Siemens Energy: Ab dem Geschäftsjahr 2023 werden die bisherigen Divisionen in sogenannten Business Areas neu aufgestellt, deren Finanzkennzahlen werden künftig quartalsweise berichtet. Dadurch wird die Transparenz gegenüber dem Kapitalmarkt deutlich erhöht. Durch die Integration von SGRE stärkt Siemens Energy seine Positionierung. Mit einem ganzheitlichen Marktansatz (go-to-market) soll der Kundenfokus zudem weiter gesteigert werden. Schließlich sorgt eine neue interne Organisationsstruktur für eine deutliche Reduzierung von Komplexität, schafft flachere Hierarchien, kurze Entscheidungswege und stärkt die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

„Als integriertes Energietechnologie-Unternehmen verfügen wir über ein starkes und breites Portfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieses Alleinstellungsmerkmal verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil. Entscheidend ist zudem, wie wir trotz zunehmender Komplexität im Energiemarkt gegenüber unseren Kunden als Einheit und als verlässlicher Partner auftreten. Technologie ist wichtig, reicht aber für sich genommen nicht mehr aus. Es wird immer stärker darum gehen, schnell und nah am Kunden zu sein. Ausschlaggebend wird sein, wie wir unsere Lieferketten und Fertigungen steuern, wie wir Projekte abarbeiten und wie wir unsere wachsende Datenbasis erfolgreich nutzen. Wir wollen schneller, flexibler und kundenorientierter werden“, so Christian Bruch, CEO von Siemens Energy.

Profitabilität und Kosteneffizienz von Gas and Power erheblich gesteigert

Seit seiner Eigenständigkeit hat Siemens Energy bereits wichtige Zwischenziele für die eigene Transformation erreicht: Gas and Power, eines von bisher zwei Berichtssegmenten, konnte seine operative Leistungsfähigkeit in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich steigern. Die Profitabilität wurde um 35 Prozent erhöht. Über Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen und Portfoliobereinigungen konnten zudem Kosteneinsparungen in Höhe von über 350 Millionen Euro realisiert werden. Fehlerkosten (Non Conformance Costs), die ein Maßstab für gute Projektorganisation und -abwicklung sind, konnten um mehr als 20 Prozent reduziert werden. Zudem verfügt Siemens Energy mit 5,1 Milliarden Euro Liquidität und Zugang zu Kreditlinien in Höhe von weiteren 5,5 Milliarden Euro über eine sehr solide Finanzkraft. Das Unternehmen investiert jährlich mehr als eine Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung, um bestehende Technologien emissionsärmer zu gestalten und nachhaltige Technologien zur Marktreife zu bringen.

Mehr Transparenz gegenüber dem Kapitalmarkt, weniger Hierarchien innerhalb der Organisation

Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres im Oktober 2022 wird Siemens Energy eine neue Organisationsstruktur einführen. Das Geschäftssegment Gas and Power wird künftig in die drei Business Areas Gas Services, Grid Technologies und Transformation of Industry aufgeteilt, deren Finanzkennzahlen quartalsweise veröffentlicht werden. Innerhalb der Business Area Transformation of Industry werden vier unabhängige Geschäftseinheiten gesondert berichtet. Das sorgt für deutlich mehr Transparenz gegenüber dem Kapitalmarkt. Neben den drei Business Areas werden für den Unternehmenserfolg kritische Bereiche gebündelt, darunter etwa das Beschaffungswesen, der Bereich Logistik und die IT.

In der künftigen Berichtsstruktur würden sich für die drei neuen Business Areas in der Rückbetrachtung für das Geschäftsjahr 2021 Umsatz und Ergebnis (auf pro-forma Basis und gerundet) wie folgt darstellen: Gas Services, worunter künftig sämtliche Geschäftsaktivitäten rund um Gas- und große Dampfturbinen sowie das damit verbundene Servicegeschäft fallen, hätte einen Umsatz von rund neun Milliarden Euro und ein angepasstes EBITA vor Sondereffekten von sieben Prozent erzielt. Grid Technologies, worunter das bisherige Geschäft von Transmission und künftig auch Aktivitäten rund um Energiespeicherung fallen, hätte einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro und ein angepasstes EBITA vor Sondereffekten von 6,5 Prozent erwirtschaftet.

Die Business Area Transformation of Industry, bei der es primär um die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in industriellen Prozessen geht, umfasst die vier Geschäftsfelder 1) Sustainable Energy Systems (u. a. Wasserstoff, Elektrolyzer, Power-to-X, Photovoltaik), 2) Electrification, Automation, Digitalization (EAD, bislang unter Industrial Applications gefasst), 3) Industrial Steam Turbines & Generators (IST, u. a. Industrielle Dampfturbinen bis zu 250 MW einschließlich Service sowie industrielle Generatoren) und 4) Compression (CP, Turbo- und Hubkolbenkompressoren einschließlich Service; bislang unter Industrial Applications). Diese Geschäftsaktivitäten hätten als organisatorische Einheit im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro erzielt. Die angepasste EBITA-Marge (vor Sondereffekten) hätte minus 2,5 Prozent betragen. Durch diese Form der Transparenz soll dem Kapitalmarkt künftig die Möglichkeit gegeben werden, die Entwicklung der Geschäfte besser zu beurteilen

Innerhalb von Siemens Energy kommt es zu einer deutlichen Reduktion der Hierarchien. Die schlankeren Strukturen sollen Entscheidungsprozesse deutlich beschleunigen. Insgesamt entfallen rund 30 Prozent der bisherigen Management-Positionen: In Geschäftsbereichen, in denen es bisher bis zu elf Hierarchieebenen gab, werden es künftig nur noch maximal sechs sein. Eine Reduktion der Beschäftigung wird durch die Neuorganisation nicht angestrebt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Geschäft näher an die Kunden zu rücken, das Verantwortungsbewusstsein einzelner Einheiten zu stärken und auf komplexe Abstimmungsprozesse zu verzichten.

Maria Ferraro, CFO von Siemens Energy: „Mit unserer neuen Berichtsstruktur werden wir den Erwartungen des Kapitalmarktes nach mehr Transparenz der Geschäftsbereiche gerecht. Unsere neue Unternehmensstruktur reduziert die Komplexität des internen Berichtswesens, sorgt für mehr Effizienz und führt dazu, dass unsere Geschäfte eng auf unsere Märkte und Kunden ausgerichtet sind.“

Integration von SGRE stärkt Position als führendes integriertes Energietechnologie-Unternehmen

Ein entscheidender nächster Schritt in der Transformation hin zum führenden Energietechnologie-Unternehmen mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit ist auch die Integration von SGRE, an der Siemens Energy bisher 67 Prozent der Aktienanteile hält. Siemens Energy hatte kürzlich bekanntgegeben, die noch im Streubesitz befindlichen restlichen 33 Prozent erwerben zu wollen. Ziel ist es, SGRE von der Börse zu nehmen und vollständig zu integrieren. Mit einem Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2022 gerechnet. So können die durch mehrere Gewinnwarnungen bedingten, aktuellen Herausforderungen bei SGRE aktiv angegangen werden. Zudem wird Siemens Energy mit einem erfolgreichen Delisting von SGRE in der Lage sein, die Prozesse weiter zu vereinfachen und zu einer gemeinsamen Unternehmensstruktur mit flacheren Hierarchien überzugehen. Die geschätzten Kostensynergien in Höhe von jährlich bis zu 300 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren ab Vollintegration ergeben sich vor allem aus einer besseren Projektabwicklung, der Konsolidierung der Logistik und durch mehr Transparenz in der Lieferkette. Hinzu kommen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen. Der gemeinsame Marktansatz, der einen breiteren Kundenzugang, ein komplettes Energie- und Dienstleistungsangebot für Kunden sowie einen Mehrwert durch datengesteuerte Fähigkeiten ermöglicht, verspricht bis Ende des Jahrzehnts Umsatzsynergien in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrags in Euro.

Der Windmarkt zählt zu den Gebieten mit dem derzeit attraktivsten Wachstumspotenzial. Die weltweit installierte Windenergiekapazität (exkl. China) wird bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich jährlich um ca. sieben Prozent zunehmen, vor allem durch neue Offshore-Windkraftanlagen, für die im gleichen Zeitraum ein jährliches Wachstum von rund 28 Prozent erwartet wird (exkl. China). Aber auch jenseits der erneuerbaren Energien ist Siemens Energy hervorragend positioniert, denn die Energiewende erfolgt weltweit in verschiedenen Geschwindigkeiten und das erfordert unterschiedliche Lösungen. Als integriertes Energietechnologie-Unternehmen kann Siemens Energy entlang der gesamten Wertschöpfungskette allen Kunden gerecht werden. So wird das gegenüber der Kohle wesentlich sauberere Erdgas innerhalb der nächsten 20 Jahre das Rückgrat der Energieerzeugung sein. Die Schwerpunkte liegen dabei im Ausbau bestehender Anlagen und im Service-Geschäft, beides Kerngeschäfte der Business Area Gas Services. Um den produzierten Strom transportieren zu können, braucht es wiederum intelligente Stromnetze und Netztechnologie. Hier ist der Bereich Grid Technologies bei der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie (HGÜ) und mit seinem umweltfreundlichen Portfolio ohne Schwefelhexafluorid (SF6-frei) marktführend. Mit der Business Area Transformation of Industry deckt Siemens Energy zudem auch die zukunftsträchtigen Bereiche rund um Wasserstoff und Power-to-X ab.

Der Kapitalmarkttag findet von 9 bis 16 Uhr statt und kann per Livestream auf der Website von Siemens Energy verfolgt werden.

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Siemens Energy gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Energietechnologie. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern an den Energiesystemen der Zukunft und unterstützt so den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt. Mit seinem Portfolio an Produkten, Lösungen und Services deckt Siemens Energy nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette ab – von der Energieerzeugung über die Energieübertragung bis hin zur Speicherung. Zum Portfolio zählen konventionelle und erneuerbare Energietechnik, zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen, mit Wasserstoff betriebene Hybridkraftwerke, Generatoren und Transformatoren. Mehr als 50 Prozent des Portfolios sind bereits dekarbonisiert. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) gehört Siemens Energy zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Technologien von Siemens Energy. Siemens Energy beschäftigt weltweit mehr als 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 90 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von ca. 27,5 Milliarden Euro.

www.siemens-energy.com.