Das Umspannwerk Daxlanden bei Karlsruhe gehört zu den größten Europas. In einem großen Modernisierungsprojekt macht Siemens Energy es Schritt für Schritt für die Energiewende (engl. Webseite) und den steigenden Strombedarf fit.
Meterhohe stählerne Stecken ragen wie Antennen in den Himmel – mal stehen sie einzeln, mal in T- oder H-Form – dicke schwarze Kabel bahnen sich ihren Weg dazwischen und dann gibt es noch diese grauen Riesen: containerähnliche Gehäuse, die scheinbar alles still überwachen. So würde wahrscheinlich ein Laie das Umspannwerk Daxlanden beschreiben, das sich über etwa 145.000 Quadratmeter erstreckt und sicherstellt, dass Strom zuverlässig seinen Weg zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern findet. Sternförmig treffen auf dem Areal Stromleitungen verschiedener Spannungsebenen zusammen. Sie werden über die grauen Stecken, die eigentlich Leistungsschalter sind, zusammengeschaltet und wieder getrennt. Die grauen Riesen hingegen sind Transformatoren, die dafür sorgen, die Spannungsebene des Stroms für die weitere Übertragung anzupassen.
Betrieben wird das Umspannwerk (engl.) durch den Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, der Siemens Energy mit der Modernisierung beauftragt hat. Der Umbau des Umspannwerks Daxlanden soll bis voraussichtlich 2035 abgeschlossen werden. Er ist Teil des Großprojekts "Netzverstärkung Badische Rheinschiene" (NBR), einem Programm zur Erweiterung des Baden-Rhein-Korridors von 220 auf 380 Kilovolt und zur Modernisierung mehrerer Umspannwerke zwischen Karlsruhe-Daxlanden und Eichstetten bei Freiburg.
Michael Jesberger, Chief Operating Officer von TransnetBW, unterstreicht die nationale und regionale Bedeutung des Projekts: "Der Umbau von Daxlanden steht sinnbildlich für den Netzausbau, den Deutschland für eine erfolgreiche Energiewende braucht. Für Karlsruhe und ganz Baden-Württemberg führt er zu mehr Resilienz, Kapazität und klimaneutralem Strom. Gemeinsam mit Siemens Energy zeigen wir, dass selbst die komplexesten Modernisierungen sicher durchgeführt werden können – und das Licht bleibt dabei jederzeit an."